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Mäzenatentum

Der Römer C. Maecenas (70 – 8 vor Christus) ist Namensgeber für den Begriff Mäzenatentum, der die freigebige Förderung von Künsten und Wissenschaften, im weiteren Sinne von Kultur und Gemeinwesen bezeichnet.

Entscheidend für den Mäzen ist, dass er eine gesellschaftspolitisch motivierte Investition in die Zukunft tätigt, für die er keine konkrete Gegenleistung erwartet. Formen und Ziele des Mäzenatentums sind vielfältig: neben Stiftungen und Spenden zählt auch das ehrenamtliche Engagement, zum Beispiel in Wohltätigkeitsvereinen, dazu.

Die Stiftertradition gilt insbesondere für die Bürgerstadt Köln, in der es immer ein reges Engagement für Kunst und Kultur gegeben hat. Wesentliche Impulse erhielt die bürgerliche Stiftertätigkeit im 19. Jahrhundert durch die neu entstandene Schicht wohlhabender Unternehmer. Kölner Bürger ergriffen zunehmend die Initiative zur Gründung von Institutionen, die seitdem das kulturelle Leben der Stadt prägen.

Die Familie Oppenheim stand dabei stets in vorderster Reihe. So gehörten 1839 gleich mehrere Familienangehörige zu den Gründungsmitgliedern des Kölnischen Kunstvereins. Dem Wallraf-Richartz-Museum, das 1861 als erstes kommunales Kunstmuseum Deutschlands entstand, bekundete die Familie durch Schenkung zahlreicher Gemälde ihre Verbundenheit. Albert Freiherr von Oppenheim (1834–1912), Kunstkenner und Besitzer einer der hochrangigsten privaten Gemäldesammlungen Deutschlands, verdankt Köln schließlich die Gründung seines Kunstgewerbemuseums. Dieser Tradition des Mäzenatentums für Kunst und Kultur sind die Familie und das Bankhaus bis heute treu geblieben.

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Die Zeittafel gibt einen historischen Überblick über die wichtigsten kulturellen und sozialen Aktivitäten der Familie Oppenheim:

Salomon Oppenheim jr.

1789
Im Alter von 17 Jahren gründet Salomon Oppenheim jr. ein Kommissions- und Wechselhaus.


1816
Nach einer fatalen Missernte stiftet Salomon Oppenheim zehn Malter Korn für die Armen der Stadt Köln.


Kinder in der jüdischen Elementarschule

1820
Die preußische Regierung bestellt Salomon Oppenheim zu einem der beiden Aufseher über die jüdischen Elementarschulen in Köln.


1839
Gründung des Kölnischen Kunstvereins. Therese Oppenheim und ihre Söhne Simon, Abraham und Dagobert gehören zu den ersten Mitgliedern.


1841
Simon und Abraham Oppenheim überreichen dem preußischen König ihre „Unterthänigste Immediat-Eingabe”. Diese enthält ein selbstbewusstes Plädoyer für die rechtliche Gleichstellung der Juden.

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Gründungsfoto des Zentral-Dombauvereins

1842
Gründung des Zentral-Dombau-Vereins. Neun Mitglieder der Familie treten sogleich bei.


1859
Eduard Freiherr von Oppenheim und andere Kölner Bürger gründen den Kölner Zoo.


Synagoge in der Glockengasse

1861
Die von Abraham Oppenheim gestiftete Synagoge in der Glockengasse wird nach fünfjähriger Bauzeit feierlich eingeweiht.


Gartenbaugesellschaft Flora

1863
Die Gartenbaugesellschaft „Flora” wird unter Führung Eduard Oppenheims gegründet. Er hält bis zu seinem Tod den Vorsitz im Verwaltungsrat.


Konservatorium der Musik in Köln

1875
Simon, Abraham, Eduard und Albert von Oppenheim stiften zugunsten des Konservatoriums für Musik in Köln.

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Das Oppenheimische Kinderhospital in Köln.

1883
Am fünften Todestag Abraham Freiherr von Oppenheims wird das Oppenheimische Kinderhospital in Köln feierlich eingeweiht.


1885
Charlotte Freifrau von Oppenheim stiftet ein Krankenhaus in Bassenheim bei Koblenz.


Ausgrabung in Syrien

1899
Max Freiherr von Oppenheim entdeckt auf dem Tell Halaf im heutigen Syrien die Überreste einer aramäischen Stadt und leitet ab 1911 die Ausgrabung der wertvollen Funde.


1913
Emil Freiherr von Oppenheim gehört zu den Gründern des Kölner Museums für Ostasiatische Kunst.


Universität Köln

1928
Das Bankhaus unterstützt den Neubau der Universität zu Köln.

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1946
Friedrich Carl Freiherr von Oppenheim gehört zu den Mitbegründern der Europa Union, die sich für ein gemeinsames Europa einsetzt.


1957
Auf Initiative von Harald Kühnen, einem der Gesellschafter des Bankhauses, wird das Institut für Bankwirtschaft und Bankrecht an der Universität zu Köln ins Leben gerufen.


1989
Zur Feier des 200jährigen Bankjubiläums werden die Salomon Oppenheim-Stiftung und die Alfred Freiherr von Oppenheim-Stiftung gegründet.


Holocaust Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem

1997
Die Familie Oppenheim stiftet einen Lehrstuhl für die Erforschung des Antisemitismus, Rassismus und des Holocaust an der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem.


2001
Die Salomon Oppenheim-Stiftung beschließt, die Rekonstruktion des Tell Halaf-Palasttors finanziell zu unterstützen. Im Kölner Rautenstrauch-Joest-Museum für Völkerkunde wird die Ausstellung „Faszination Orient. Max von Oppenheim. Forscher, Sammler, Diplomat” eröffnet.


2003
Das Bankhaus unterstützt die Restaurierung und Rekonstruktion von drei Fenstern des Kölner Doms.

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Zwei Jahrhunderte Unternehmensgeschichte Sal. Oppenheim

Lesen Sie die geschichtsträchtige Historie des Bankhauses Sal. Oppenheim jr. & Cie., die in das Jahr 1789 zurückreicht.
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